Berlin
/Erkner (BBK) 19.01.2010 – Die aktuellen Pläne der Bundesregierung, die
Photovoltaik-Vergütungen über die EEG Degression zu kürzen, hat bereits
erste negative Auswirkungen auf dem PV-Markt gezeigt. Die Aktienkurse
deutscher PV-Produzenten stürzten letzte Woche um mehr als 10 %. Banken
und bürgerliche Investoren sind erbost über den Schwarz-Gelben
Aktivismus in noch funktionierenden Wirtschaftsbereichen inmitten der
Krise.
„Die Photovoltaik ist eine Volksaktie. Jedermann, vor allem
bürgerliche Investoren aus den Reihen der CDU/ CSU- und FDP-Wähler
investieren aktiv in die Photovoltaik aufgrund der im EEG
festgeschriebenen auskömmlichen Wirtschaftlichkeit. Hunderttausende
deutscher Bürger beteiligten sich 2009 aktiv mit Ihrem Ersparten an der
CO2-senkenden Investition für jedermann. Die Kapitalrenditen lagen 2009
in Mittel- bis Norddeutschland bei ca. 4 – 6 % und in Süddeutschland
bei ca. 6 – 8 %. Sie waren damit deutlich niedriger, als bei
Windkraftprojekten. Dafür konnte jeder auf dem Dach seines Hauses oder
über Bürgersolaranlagen in den Städten teilhaben.
Vor allem für
die solare Mobilität ist die Photovoltaik eine sichtbare regionale
regenerative Energiequelle zur Versorgung zukünftiger Elektroautos
direkt am Standort ,“ so Peter Schrum, Präsident des BBK.
„Die
aktuell von der Regierung diskutierten zusätzlichen Kürzungen der
Vergütungen um 16 -17 % wären das „AUS“ für die „Volksaktie“ Solar.
Bereits Kürzungen von 5 % würden in Mittel- und Norddeutschland zum
Stillstand der Investitionsaktivitäten führen, da die
Sonneneinstrahlung bis zu 18 % niedriger als im Süden Deutschlands ist.
Deutschland wäre zweigeteilt und die Hälfte der deutschen Bürger würden
benachteiligt werden. Gemäß der aktuellen Umfragen der Forsa
Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH sind 71
% aller Deutschen klar für die Förderung des Solarstroms über erhöhte
PV-Vergütungen gemäß dem EEG. Vor allem den CDU/ CSU- und FDP-Wählern
ist es unverständlich, dass die von Ihnen gewählte Schwarz-Gelbe
Regierung ihnen ihre „Volksaktie PV“ nehmen will. Die Abgeordneten
sollten in ihren Wahlkreisen analysieren, welche fatalen Auswirkungen
diese Entscheidungen auf ihre Wähler und die Jobs in der Region haben.
Letztendlich ist die große Mehrheit der Deutschen für die Beibehaltung
der im EEG gesetzlich festgelegten Vergütungssätze, die 2013 den
„Steckdosenpreis“ erreichen. Es wäre schlecht für die jetzige
Regierung, wenn es in wenigen Monaten heißt: „Schwarz/Rot zerstörte die
Biokraftstoffe und Schwarz/Gelb den Solarstrom in Deutschland“.
Ich
appelliere nochmals an alle Abgeordneten und wirtschaftspolitischen
Sprecher sowie an die verantwortlichen Minister keinen unüberlegten
Schnellschuss zu tätigen und so die Verlässlichkeit des EEG’s zu
demontieren“, so Peter Schrum, Präsident des BBK weiter.
Die Stromgewinnung ist in großen Kraftwerken immer
mit großen Energieverlusten verbunden. Dadurch bleibt die erzeugte Wärme
meistens ungenutzt.
In Blockheizkraftwerken ist dies nicht so. Da wird die erzeugte Wärme in den
Kreislauf einbezogen. Man unterscheidet zwischen Blockheizkraftwerken und Micro-Kraftwerken.
Micro-Kraftwerke sind für kleinere Anwendungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern
oder Miethauskomplexen konzipiert. Diese werden oft von nachwachsenden
Rohstoffen betrieben. Sie sind kostengünstig, ermöglichen ein Stück weit
Unabhängigkeit vom Energieversorger und arbeiten umweltfreundlich. Deshalb
werden sie immer beliebter.
Mit großer Wahrscheinlichkeit werden viele Personen schon einmal etwas von den so genannten
Blockheizkraftwerken gehört haben. Obwohl diese Form der Energiegewinnung in den Medien sehr
präsent ist, weiß wohl kaum einer, was sich wirklich hinter dieser Technik im
Detail versteckt. Ganz grundsätzlich kann immer davon ausgegangen werden, dass
ein Blockheizkraftwerk eine Anlage zur Energieerzeugung ist, die in modularer
Weise aufgebaut ist. Ziel des Blockheizkraftwerkes ist es, vornehmlich
elektrischen Strom und Wärme zu erzeugen. Dabei wird über einen Verbrennungsmotor
in einem Generator Strom erzeugt und gleichzeitig Wärme abgegeben. Das
Verhältnis von Wärme- und Strommenge die erzeugt werden, ist je nach
Auslegungsart des BHKW unterschiedlich. Doch wird fast immer mehr Wärme als
Strom erzeugt.
Im Idealfall wird ein Blockheizkraftwerk immer auch direkt am Ort des
Energieverbrauchs betrieben. Dennoch gibt es auch Varianten, bei denen die
Nutzwärme in ein Nahwärmenetz eingespeist werden kann. Das technische Prinzip,
welches hinter der Idee der Blockheizkraftwerke steht, ist die so genannte
Kraft-Wärme-Kopplung. Der Hauptnutzen bei dieser Art der Wärme- und
Energieerzeugung ist vor allem darin zu sehen, dass Wärme und Strom direkt vor
Ort genutzt werden können.
Wichtig ist dabei, dass die erzeugte Strommenge und die Abwärme auch
wirklich genutzt werden können. Zu viel produzierter Strom kann in das
öffentliche Netz abgegeben werden. Überproduktionen von Warmwasser kann in
speziellen Reservoirs wie Warmwasserspeichern für die spätere Nutzung
gespeichert werden.
Blockheizkraftwerke werden zum Beispiel zum Betreiben von Schwimmbädern
eingesetzt. Die Warmwasserversorgung ist dann mit der Stromerzeugung in einem
Kreislauf gekoppelt. Das dort benötigte Warmwasser ist sonst nur mit großem
Energieaufwand zu produzieren.
Neben der Verbrennung von Holzpellets als Primärenergieträger kommen auch
Erdgas, Biogas, Diesel, Pflanzenöl oder Brennstoffzellen zum Einsatz.
Die Geschichte der Blockheizkraftwerke (BHKW) – kurz und bündig
Die Geschichte der Blockheizkraftwerke ist bis auf das Jahr 1791 zurück zu
führen. John Barber hat damals als erster die Antriebskraft von Motoren mittels
Verbrennung erfunden. Dadurch wurde ein Schaufelrad angetrieben. In den
nächsten Jahren folgten Wissenschaftler wie Robert Street und später der Franzose
Philippe Lebon. Deren Erkenntnisse wurden durch Samuel Brown 1823 und Lemuel W.
Wright 1833 verfeinert und ausgereifter.
Doch genug der Geschichte und hin zum wichtigen Thema der staatlichen Förderung.
Die gesetzliche Grundlage in Deutschland ist hierfür das
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Danach wird ein Zuschlag für die Einspeisung des
Stroms gewährt. Weitere Förderungsmöglichkeiten sind Steuererleichterungen wie
zum Beispiel das Erlassen der Mineralölsteuer für den eingesetzten Brennstoff.
Auf Länderebene gibt es zahlreiche weitere Förderungsprogramme für den Ausbau
der Kraft-Wärme-Kopplung.
Letztendlich wird durch den Betrieb von Blockheizkraftwerken die Umwelt
entlastet und Energie wird wieder
bezahlbar. Somit hat sich die Erfindung der Blockheizkraftwerke auf jeden Fall
gelohnt und ihre Nutzung sollte weiter ausgebaut werden. Auch müssen wir in
Richtung regenerativer Energien denken, denn unsere Ressourcen sind bekanntlich
nicht unbegrenzt. Vielleicht ist eine solche Anlage schon bald über Solarenergie
betreibbar und ersetzt die Fossilen
Brennstoffe wie Gas und Öl.
Holz als Rohstoff für ein Blockheizkraftwekr (BHKW)
Die Kosten für diesen Rohstoff sind durch Beschaffung und Lagerung relativ
hoch. Beim Holz ist darauf zu achten, dass es den Anforderungen für eine
optimale Energiebilanz entspricht.
Hierzu sind folgende Eigenschaften wichtig: Die Holzfeuchte darf maximal 20
% betragen. Zudem darf es nicht chemisch behandelt sein. Um diese Holzqualität
zu erhalten, muss genügend Lagerraum zur Trocknung zur Verfügung stehen.
Außerdem kommen auf den Nutzer von Holz als Brennstoff gewisse Arbeiten zu, wie
z.B. Beschaffung und Transport des Holzes, Ascheentsorgung und Filterwartung.
Die Verfügbarkeit von Holz ist fast immer gegeben. Allerdings muss man immer einen
großen Vorrat an Holz haben, um das BHKW durchgehend und effizient zu nutzen.
Die Umweltverträglichkeit ist bereits dadurch gegeben, das Holz einen
nachwachsenden Rohstoff darstellt. Der Ausstoß von Schadstoffen kann durch den
Einbau eines Oxydationskatalysators verringert werden, womit das Einhalten der
Richtlinien gewährleistet ist.
Rapsöl als Rohstoff für Blockheizkraftwerke (BHKW)
Die Nutzung von Rapsöl zur Energiegewinnung ist sicherlich der
umweltfreundlichste Weg. Denn Rapsöl ist ungiftig und schwefelfrei, der
Transport ist vollkommen ungefährlich. Es ist in ausreichenden Mengen und guter
Qualität erhältlich. Am besten bezieht man die Vorräte kurz nach der Rapsernte,
um sie dann in einem dunklen Raum unter 20°C zu lagern. Die Kosten für diesen Rohstoff sind
relativ hoch, doch er kann auch sehr effizient genutzt werden. Der Anbau von
Raps auf landwirtschaftlichen Nutzflächen beträgt momentan nur einen Bruchteil
des Möglichen. Und viele Flächen liegen gar noch brach. Rapsöl stellt eine
äußerst umweltfreundliche Variante der Energiegewinnung dar, da auch Raps ein
nachwachsender Rohstoff ist.
Gas als Rohstoff für Blockheizkraftwerke (BHKW)
Die Kosten für Gas sind vergleichsweise gering, wodurch man bei der Beschaffung
des Rohstoffs für das BHKW bares Geld sparen kann. Der Transport und die
Lagerung von Gas sind jedoch sehr gefährlich und erfordern hohe
Sicherheitsmaßnahmen, um Explosionen oder sonstige Unfälle zu vermeiden. Durch
die geringen Emissionen mit Hilfe von Filtern ist auch diese Variante der
Energiegewinnung in diesem Sinne umweltfreundlich. Doch der meist weite
Transport und die Tatsache, dass Erdgas ein fossiler Rohstoff ist, macht diese
Variante weniger attraktiv, wenn man eine umweltfreundliche und
zukunftsorientierte Möglichkeit der Energiegewinnung sucht.
Die Ausbeutung der Erdgaslagerstätten ist schwierig und kostenintensiv. Bei
der Förderung und dem Transport werden große Mengen an CO2 verursacht. Und da
der Erdgaspreis nachgelagert an den Ölpreis gekoppelt ist und auch hier die
Vorkommen nicht unendlich sind, ist Gas als Brennstoff auf Dauer keine
Alternative.
Hier entsteht der deutschsprachige blog von Econsolar zum Thema erneuerbare Energien. Aktuelle politische Diskussionen und Entscheidungen, technische Entwicklungen aber auch gegensätzliche Standpunkte zum Thema Energie werden hier veröffentlicht. Wo geht die Entwicklung hin? Was kostet uns unser Energieverbrauch? Und werden wir auch in Zukunft eine lebenswerten Umwelt haben? Der Themenbereich ist so vielschichtig und spannend, dass er jeden angeht. Unser blog wird wöchentlich aktualisiert und orientiert sich am neuesten Erkenntnisstand.